| Spritzblasverfahren |
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Das Spritzblasen ist ein Verfahren aus der Fertigungstechnik zur wirtschaftlichen Herstellung von direkt gebrauchsfertigen Formteilen. Es vereinigt die Präzision des Spritzgießens mit der Gestaltungsmöglichkeit des Blasformens (siehe auch Extrusionsblasen). Durch Spritzgießen eines sog. "Vorformlings" erhält der spritzgeblasene Behälter z.B. eine Öffnungsqualität (Schraubverschluss) in Spritzgussqualität. Weitere Vorzüge sind die Einhaltung gleichmäßiger Wanddicken, abfallfreie Herstellung, nahtlos im Hals- und Bodenbereich (dadurch druckbelastbar), hohe Oberflächenqualität, hohe Festigkeitswerte durch zusätzlich biaxiale Streckung mit einfahrendem Streckdorn. Spritzblasanlagen bestehen aus der Plastifiziereinheit, ggf. einer Temperierstation und der Aufblasstation. Der Vorformling wird durch Spritzgießen auf einem Kern erzeugt. Dieser kann beim Entformen auf dem Kern bleiben und anschließend im thermoelastischen Temperaturbereich in einem Blaswerkzeug zur Endform aufgeblasen werden. Oftmals werden die Vorformlinge aber räumlich getrennt hergestellt. Das Aufblasen findet aus transporttechnischen Gründen oft in unmittelbarer Nähe des Abfüllers statt, da die Vorformlinge wesentlich weniger Raum in Anspruch nehmen als die bereits fertig aufgeblasenen Behälter. Es werden Hohlkörperformteile bis etwa 2 Liter Inhalt hergestellt. Die häufigste Anwendung sind Flaschen für Getränke. Diese Verfahrenstechnik mit ihren verschiedenen Varianten und die Weiterentwicklung des Kunststoffs PET (Polyethylenterephthalat) haben gemeinsam zu dem wirtschaftlichen Erfolg der Leichtkunststoff- Flasche beigetragen, deren Biokunststoff-Ära jedoch noch nicht begonnen hat. Aus PLA hergestellte Flaschen wurden jedoch bereits als erste Muster gezeigt. (Quellen: FNR , Wikipedia)
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