| 10 Millionen Euro Bundesmittel für innovative Projekte im Biokunststoff-Cluster Baden-Württemberg |
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Wirtschaftsminister Pfister und Wissenschaftsminister Frankenberg gratulieren BIOPRO zum Sieg beim Bundeswettbewerb BioIndustrie 2021
Als einen weiteren Beleg für die Spitzenstellung des Landes im Bereich der Bio- und Gentechnologie haben heute Baden-Württembergs Wissenschaftsminister Professor Peter Frankenberg und Wirtschaftsminister Ernst Pfister den Erfolg der Landesgesellschaft BIOPRO beim Bundeswettbewerb. BioIndustrie 2021 gewertet. Die Service- und Marketinggesellschaft für Forschungseinrichtungen und Unternehmen der Biotechnologie- und Life Sciences-Branche des Landes, konnte sich als einer der fünf Sieger bei dem mit insgesamt 60 Millionen Euro hoch dotierten Wettbewerb durchsetzen. Mit dem Sieg im BioIndustrie-Wettbewerb sei, so der Wirtschaftsminister, in den nächsten 5 Jahren eine Bundesförderung in Höhe von 10 Millionen Euro verbunden. Da die Zusage dieser öffentlichen Mittel mit mindestens dem gleichen Anteil an privatem Kapital seitens der Industrie verknüpft sei, würden allein durch diesen Erfolg insgesamt mehr als 20 Millionen Euro in Projekte der angewandten Forschung neuer Biokunststoffe fließen. "Dieser Erfolg zeigt erneut, dass sich High-Tech-Entwicklungen in regionalen Netzwerken abspielen und dort auch gemanagt werden können", sagte Pfister. "Der Erfolg ist insbesondere eine eindrucksvolle Bestätigung des frühzeitigen und gezielten Ausbaus der Lebens- und Biowissenschaften an den Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen im Land. Sie bilden einen hervorragenden Nährboden für den Wissenstransfer in die Wirtschaft", betonte Wissenschaftsminister Frankenberg. Der Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zielt darauf ab, Ideen und Forschungsergebnisse auf dem Gebiet der industriellen Biotechnologie aus Hochschulen und außeruniversitären Forschungsinstituten gemeinsam mit Unternehmen möglichst schnell in marktfähige innovative Produkte umzusetzen. Bei dem Wettbewerb hatten sich bundesweit 19 "Bioindustrie-Cluster" beworben. Davon wurden sechs aufgefordert ihre Konzeptideen zu konkretisieren. Sieben Beiträge wurden in der zweiten Runde eingereicht von denen fünf ausgezeichnet wurden. Das erfolgreiche Konzept der BIOPRO trägt die Überschrift "Biopolymere / Biowerkstoffe". Entscheidend für den Erfolg beim Wettbewerb sei, so Wirtschaftsminister Pfister, dass der BIOPRO ein Konzept zur Umsetzung möglichst vieler Erfolg versprechender Entwicklungsprojekte gelungen sei, mit dem Ziel, innovative und mit ganz neuen Eigenschaften ausgestattete Biokunststoffe bis zur Marktreife zu entwickeln. "Die Tatsache, dass aktuell bereits 57 Unternehmen und 34 Forschungsinstitute aus den Bereichen Biotechnologie, Chemische Technik und Kunststofftechnik ihr Interesse an einer aktiven Mitarbeit signalisiert haben, zeigt schon jetzt: Viele Unternehmen haben erkannt, dass der Schlüssel zum Erfolg immer mehr bei projektbezogenen Formen der Kooperation über Branchengrenzen hinweg liegt", erklärte der Wirtschaftsminister. Bereits im ersten großen Biotechnologie-Wettbewerb des Bundes "BioRegio" im Jahr 1997 gehörte Baden-Württemberg mit dem Rhein-Neckar-Dreieck zu den drei Siegern und konnte über fünf Jahre insgesamt 50 Millionen DM Bundesförderung erhalten. Im Jahr 2001 war die Bioregion STERN (Regionen Stuttgart und Neckar-Alb) im Bundeswettbewerb BioProfile unter den drei Siegern und konnte für Forschungsprojekte auf dem Gebiet der Regenerationsmedizin insgesamt 17 Millionen Euro Projektgelder einwerben. "Unser Land war als einziges Bundesland dreimal erfolgreich", sagte Pfister. "Die Erfolge in diesen Wettbewerben zählen für mich umso mehr, als hier eine neutrale international besetzte Fachjury die Entscheidung getroffen hat." "Dies bestätigt auch, dass die Investitionen im personellen und investiven Bereich mit dieser konsequenten Politik zu einem international wettbewerbsfähigen Potenzial in der Wissenschaft geführt haben. Die Wirtschaft kann auf dem Transfer dieses Wissens hervorragend aufbauen", so Frankenberg weiter. "Unsere Glückwünsche zu diesem großen Erfolg gehen an das Team der BIOPRO mit dem Geschäftsführer Dr. Ralf Kindervater an deren Spitze. Wir sehen große Chancen, dass aus den Projekten, deren Finanzierung nun gesichert ist, eine Vielzahl neuer innovativer Produkte und damit verknüpft zahlreiche neue Arbeitsplätze entstehen. Die weitsichtige Entscheidung der Landesregierung, mit der BIOPRO eine schlagkräftige Koordinierungsinstanz im Land einzurichten, zahlt sich damit aus", so die beiden Minister. Quelle: Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg |







