|
Deutschlandradio: Plastik mit Bio-Siegel? |
|
Von
Plastiktüten bis zu Autoarmaturen: 45 Millionen Tonnen Kunststoffe
werden jedes Jahr allein in Westeuropa verbraucht. Hergestellt werden
sie bis jetzt fast ausschließlich aus Erdöl. Das soll sich in Zukunft
ändern. Nicht nur weil das schwarze Gold irgendwann zur Neige geht,
sondern vor allem auch aus ökologischen Gründen. Künftig sollen
Pflanzen den Rohstoff für Verpackungen und Co liefern. Doch bis dahin
ist es noch ein weiter Weg.
Die
Folie sieht aus wie das durchsichtige und elastische Material, mit dem
im Supermarkt Fleisch oder Gemüse eingepackt sind. Aber sie besteht
nicht aus dem gewohnten Polyethylen, das aus Erdöl hergestellt wird.
Diese Folie wird aus Stärke gewonnen, ein Bio-Kunststoff also. Denn
Stärke stammt aus nachwachsenden Rohstoffen wie Mais oder Weizen. Oft
wird behauptet: Wer solche Kunststoffe verwendet, belastet die
Atmosphäre mit keinerlei Kohlendioxid aus fossilen Quellen. Doch das
stimmt nicht ganz, sagt Dr. Harald Käb vom Verband European Bioplastics.
|