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Warum Bio-Kunststoffe sich bislang nicht am Markt durchsetzen können

Sendung am Samstag, 19.04.2008, 10.05 bis 10.30 Uhr

Moderne Kunststoffe sind, was ihre technischen Eigenschaften anlangt, wirklich fantastische Materialien. Man kann sie für nahezu jeden Zweck beliebig maßschneidern. Vom federleichten Dämm-Material aus Polystyrol-Hartschaum, der fast nur aus Luft besteht, bis hin zur ultrafesten Kevlarfaser, aus der sich schusssichere Westen weben lassen. Aber all diese Kunststoffe haben einen entscheidenden Schönheitsfehler: Sie sind kaum abbaubar. Auf Deponien - und noch schlimmer in der Landschaft - verrotten sie einfach nicht. Deshalb wird schon seit vielen Jahren an sogenannten Bio-Kunststoffen geforscht. Bio heißen sie deshalb, weil sie eben zum einen biologisch abbaubar sind und zum anderen, weil man das in der Regel dadurch erreicht, dass man sie aus pflanzlichen Rohstoffen herstellt und nicht aus Erdöl. Und die steigenden Rohölpreise machen die Bio-Kunststoffe jetzt und in Zukunft natürlich besonders attraktiv. Vor allem für billige Wegwerfartikel wie Verpackungen oder Einweg-Geschirr.

Auf der Fachmesse Interpack in Düsseldorf wird deshalb in der kommenden Woche wieder einmal kräftig die Werbetrommel für Bio-Kunststoffe gerührt. Doch die haben halt noch viele Macken, weiß Hellmuth Nordwig.




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Quelle: swr.de
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