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Plastik aus Orangenschalen
Auf dem Weltklimagipfel von Bali stand das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) im Zentrum aller Diskussionen. Wenn der Ausstoß dieses Gases in den kommenden Jahrzehnten deutlich verringert werden soll, wäre es natürlich hilfreich, wenn man das von Kraftwerken frei gesetzte Kohlendioxid als Rohstoff nutzen könnte und nicht in die Atmosphäre entlassen müsste.
Die amerikanische Firma Novomer in Ithaca will jetzt einen innovativen Kunststoff produzieren, in dem sich große Mengen von CO2 binden lassen. Dafür hat das Unternehmen 6,6 Millionen Dollar als Venture Capital einwerben können.
Der neue Kunststoff, der aus dem Öl von Orangenschalen und Kohlendioxid hergestellt wird, ist in seinen Eigenschaften vergleichbar mit dem weit verbreiteten Polystyrol. Viele Zitrusfrüchte enthalten den Duftstoff Limonen. Wenn man das Öl aus Orangenschalen oxidiert, erhält man Limonenoxid, das sich über Brücken von je einem Kohlendioxid-Molekül zu langkettigen Polymeren verknüpfen lässt. Sowohl Limonenoxid als auch CO2 können für sich alleine keine Ketten bilden. Sie können nicht polymerisieren, wie Chemiker sagen.



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Source: welt.de
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